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ITB Rede Peace Foundation Germany 2015

25 Jahre Mauerfall – Gedenkstättenfahrten nach Deutschland aus Erster Hand.

Aktive Friedensreisen – Travel for Peace – veranstaltet seit 1998 Gedenkstättenfahrten nach Polen und Deutschland. Das Ziel der Fahrten ist Jugendlichen den Glauben zu geben, dass Konflikte gelöst werden können, dass Frieden geschaffen werden kann, und dass ihre eigenen Handlungen und Haltungen ausschlaggebend sind. Unsere Fahrten haben mit dem Kampf gegen Neonazismus in Norwegen gestartet und haben dann noch die Themen Fremdenhass, Judenhass, Mobbing und Eigenverantwortung dazu genommen. Außerdem werden auf unseren Fahrten die Menschenrechte, die Menschenwürde und die Bedeutung der Demokratie angesprochen. Ich habe 1992 erst Weiße Busse nach Auschwitz gegründet und dann 1998 Aktive Friedensreisen und 2013 Peace Foundation Germany. Zusammen mit Weiße Busse und Aktive Friedensreisen haben jetzt schon über 300 000 Jugendliche im Alter von 16 Jahren, Eltern und Lehrer auf unseren Fahrten teilgenommen. Das hat meiner Meinung nach dazu geführt, dass Norwegen das Land in Europa mit den wenigsten Neonazis ist.

In Norwegen gehen die Schüler erst nach der 10. Klasse ins Gymnasium. Lehrer von den Gymnasien erzählen mir, dass man sehr gut entdeckt, welche Schüler auf unseren Fahrten gewesen sind. Sie sind viel engagierter und wissenshungrig.

Wir haben auf unseren Fahrten Zeitzeugen vom 2. Weltkrieg; doch da gibt es nicht mehr viele und die sind oft über 90 Jahre alt. Doch Völkermord passiert leider immer wieder. Wir dachten, dass das nie mehr passieren würde nach den Gräueltaten im 2. Weltkrieg. Doch es ist wieder passiert und wir nehmen die neuen Zeitzeugen von den neuen Völkermorden mit nach Auschwitz, damit sie ihre Geschichte den Jugendlichen erzählen können.

Wir fragen die Zeitzeugen: was können wir tun, damit wir Völkermord und Diktatur verhindern können? Die meisten Antworten: Das schlimmste was es gibt ist die Gleichgültigkeit. Ich glaube, dass auf unseren Fahrten niemand gleichgütig zurückkommt.

Wir fokussieren auch darauf, dass jeder Mensch zum Frieden beitragen kann, egal welchen Ausgangspunkt man hat. Wir lernen auch in der Schule des Lebens und Lebenserfahrung kann viel Kraft geben. Nach meiner schwierigen Kindheit mit Gewalt, Alkoholismus, Übergriffen und Vernachlässigung, in der ich ab dem 14 Lebensjahr arbeiten und mich selbst ernähren musste, ohne weiteren Schulgang, dachte ich, dass mein Leben kaputt ist und bleibt.

Ein Lehrer sagte zu mir: erzähle mir nicht was Du erlebt hast, sondern lieber, was Du aus den Erlebnissen gemacht hast. Auf einmal erkannte ich, dass ich eine Person mit einer großen Ressource bin und durch meine Erlebnisse viel beitragen kann, diese bei anderen zu wecken.

In meiner Schulzeit in Ost-Berlin, wo ich bei den Jungen Pionieren war und wir dazu angehalten wurden, Informanten zu sein und ich berichtete, dass meine Mutter flüchten wollte, wäre sie ja fast im Stasi-Gefängnis gelandet.

Ich bin sehr dankbar, dass es gut ausgegangen ist; ich hätte mir nie verzeihen können.
Ich weiß, was Gehirnwäsche ist. Erst als mir ganz klar wurde, dass jeder Mensch die Verantwortung für sein Leben trägt, egal wie der Ausganspunkt ist, hat sich mein Leben zum Guten gewandelt. Ohne einen richtigen Schulabschluss habe ich jetzt eine Organisation aufgebaut, die einem jährlichen Umsatz von 830 000 Euro hat, 10 Angestellte und 80 Reiseleiter beschäftigt.

Der Wille zu wollen gibt die Kraft zu können.

Ich habe mehrere Auszeichnungen für meine Arbeit bekommen, darunter das Bundesverdienstkreuz und die königliche Goldmedaille von Norwegen.

Am 9. November, dem Tag des Mauerfalls, kommen wir jedes Jahr mit einer Gruppe mit norwegischen Jugendlichen in die Bernauer Straße, um bei der offiziellen Markierung des Mauerfalls dabei zu sein. Es ist für uns wichtig, mit den Deutschen die Demokratie und Freiheit zu feiern.

Diesmal am 25. Jahrestag des Mauerfalls 2014 waren wir mit 270 norwegischen Jugendlichen, Lehrern und Eltern in 5 Bussen am 9. November in Berlin.

Wir waren in der Bernauer Straße, haben Rosen in die Mauer gesteckt, Kerzen angezündet, wir haben das Lied „Die Gedanken sind frei“ gesungen.

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Öffnung der innerdeutschen Grenze vor 25 Jahren als Vorbild für andere Freiheitsbewegungen. Sie sagte: „Der Mauerfall hat uns gezeigt: Träume können wahr werden. Ein geeintes und auf ein gemeinsames Wertfundament gebautes Europa gibt jedem Einzelnen alle Chancen, sein Leben frei zu gestalten.

Ich war von Bürgermeister Wowereit ins Konzerthaus am Gendarmenmarkt eingeladen.
Außer Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel waren da auch der ehemalige sowjetische Staats- und Regierungschef Michail Gorbatschow, der frühere polnische Präsident und Solidarnosc-Führer Lech Walesa und der ehemalige ungarische Ministerpräsiden Miklós Németh. Der Präsident des Europa-Parlaments, Martin Schulz sagte: „Der Mut der DDR Bürgerrechtler ist für Freiheitskämpfern auf der ganzen Welt bis heute ein Vorbild.“

Wir waren am Abend Ballonpaten in der Bernauer Straße. Es stiegen 7000 weiße Leuchtballons mit Friedensbotschaften in den Himmel. Es war eine 15 Kilometer lange Lichtgrenze von der Bornholmer Straße bis zur Oberbaumbrücke, an der innerstädtischen Grenze wo die Mauer stand.

Wowereit, der den ersten Ballon steigen ließ sagte am Brandenburger Tor:
Wir sind heute sehr glücklich und stolz. Wir sind ein glückliches Volk.“

Auch ich habe persönlich erlebt, wie schön es jetzt ist, gebürtige Deutsche zu sein. Früher habe ich mich geschämt, heute bin ich stolz.

Ich habe noch nie so viele Menschen in Berlin gesehen. Mehr als eine Million Besucher aus aller Welt feierten die Öffnung der innerdeutschen Grenze vor 25 Jahren. Es war eine tolle Stimmung.

Klaus Wowereit sagte: Die 1989 erkämpfte Freiheit habe für Berlin den Weg geebnet zu einer Metropole, die Mut macht, sich mit keiner Mauer dieser Welt abzufinden. Die Stadt müsse auch in Zukunft für den Wandel bereit sein. Die Offenheit für Neues ist der Treibstoff Berlins. Wowereit sagte auch im Hinblick er vielen Flüchtlinge die in Berlin sind „ Wir wollen eine solidarische Stadt, die nicht auf Abwehr schaltet, sondern eine Willkommenskultur pflegt“ Hass und Gewalt dürften in Berlin keinen Platz haben.

Es ist wunderbar zu wissen, dass es eine friedliche Revolution war und es ist ein sehr seltenes Vorbild. Und gerade weil Berlin ein so gutes Vorbild für Demokratie und Freiheit ist, waren wir letztes Jahr mit 13 000 Schülern, Lehrer und Eltern in Berlin. Wir hatten 26 000 Übernachtungen in Berlin.

Wir sind in der Bernauer Straße, im Stasi Gefängnis, dem jüdischen Mahnmal, den Reichstag, im Bayerischen Viertel und am Check Point Charlie und vermitteln die Werte von Demokratie und Freiheit.

Ich kann mich noch gut an den ersten Silvesterabend unter dem Brandenburger Tor 1989 erinnern. Das war eine einmalige Verbrüderung. Ein ähnliches Gefühl hatte ich jetzt am 9. November 2014 „Berlin feiert seine Freiheit“

Die Europäische Union hat dazu beigetragen, dass wir dieses Jahr 70 Jahre Frieden in Europa mit wenigen Ausnahmen feiern können. Darauf können wir stolz sein.

Wir feiern dieses Jahr auch 70 Jahre Befreiung der Konzentrationslager.

Aktive Friedensreisen hat an der Markierung in Auschwitz am 27. Januar teilgenommen und einen Kranz nieder gelegt. Wir werden auch an der Markierung von KZ Sachsenhausen und KZ Ravensbrück, in KZ Buchenwald, KZ Dachau und Theresienstadt teilnehmen und einen Kranz niederlegen. Die Orte des Schreckens dürfen nicht vergessen werden. Sie sollen uns den Weg für eine friedliche Zukunft bereiten.

Die Welt ist besser geworden, es soll weniger Kriege geben, bessere Gesundheit, mehr Demokratie, es muss aber noch viel mehr getan werden. Die Vereinten Nationen sagen, dass wir die erste Generation in der Geschichte der Menschheit sind, die alle extreme Armut abschaffen kann. Es gehen mehr Kinder zur Schule und viele Jugendliche bekommen eine Ausbildung. Viele Millionen mehr Kinder erleben ihren 5. Geburtstag nunmehr, da sie gegen Kinderkrankheiten geimpft worden sind. Viele der Millenniums-Entwicklungsziele wurden erreicht und viele können noch erreicht werden. Die Welt geht mit raschen Schritten in eine positive Richtung.

In Deutschland habe ich 2013 die Organisation Peace Foundation Germany gegründet. Unser Ziel ist es deutsche Jugendliche auf Schülerfahrten nach Auschwitz aber auch nach Norwegen zu begleiten. Außer Themen wie Menschenrechte und Frieden haben wir auch Themen über Natur und Umwelt. Wir machen auch Freundschaftskontakt zwischen deutschen und norwegischen Schulklassen.

Am 8. Mai feiern wir in ganz Norwegen, das Ende des 2. Weltkrieges, die Kapitulation Deutschlands und 70 Jahre Frieden.

In Deutschland sollte dieser Tag, der 8. Mai, als Freudentag gefeiert werden, die Befreiung von den Nazis. 70 Jahre mit Frieden in Deutschland! Eine Feier bei der ich gerne dabei sein möchte.

Selbst wenn wir jetzt 70 Jahre Frieden und Freiheit feiern, ist die Arbeit die Aktive Friedensreisen und Peace Foundation Germany macht, immer noch hoch aktuell.

Täglich sehen wir in den Nachrichten, dass antidemokratische Kräfte uns vor neue Herausforderungen stellen. Wir müssen den Mut haben, uns gegen terroristische Bedrohungen in einem vereinten Europa zu wehren. Wir müssen zeigen, dass das demokratische Modell Deutschlands und Norwegens zu bevorzugen ist, gegenüber den Bedrohungen der Terroristen und ihrer menschenfeindlichen Ideologie. Durch Zusammenarbeit und Bildung wird Aktive Friedensreisen und Peace Foundation Germany weiterhin das Bewusstsein der künftigen Generationen stärken, sowohl in den universellen und europäischen Menschenrechten. Wir unterstützen auch unseren Kronprinz Haakon in seiner Arbeit durch die Organisation Global Dignity die auf die Würde eines jeden Menschen zeigt. Auch unsere Schüler im Gymnasium werden die Möglichkeit bekommen an einer Klassenfahrt nach Berlin teilzunehmen mit dem Fokus auf die unantastbare Würde eines jeden Menschen.

Lasst uns 70 Jahre mit Frieden feiern!

Helga Arntzen

(Vorgetragen am Freitag, den 6.3.2015 auf der ITB in Berlin)

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27. Januar sind wir in Auschwitz, um den 70 Jahrestag der Befreiung zu markieren. Zusammen mit Zeitzeugen, Regierungschefs und anderen eingeladenen Personen werden wir uns erinnern, die ihr Leben im Lager verloren haben.

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ITB Rede Peace Foundation Germany 2014

ITB Rede Peace Foundation Germany 2014

25-Jahre-Mauerfall wird gefeiert

Die Betrachtung eines Zeitgeugen

Testament der Gefangenen von Tollef Larsson
Wenn ich Schulkindern gegenüber stehe, entweder bei einer Veranstaltung in einer Schule oder als ein Zeitzeuge bei einer Reise ins Konzentrationslager, scheint es mir, als ob die Ereignisse, die das Thema der Fahrten sind, vor einer sehr langen Zeit stattfanden. Es war vor gut 50 Jahren. Dennoch denke ich automatisch an meine eigene Jugend, als ich in dem Alter war, in dem meine Zuhörer jetzt sind.
Ich versuche, 50 oder 60 Jahre zurück zu denken, an den Anfang der 30er Jahre und danach komme ich zu 1870 – 1880. Welches dieser historischen Begebenheiten von dieser Zeit sollte mich dazu bewegen, dass ich Geld und Zeit investiere um mich dafür einzusetzen, die Welt zu verbessern?
Ich habe keine Antwort und im Angesicht dessen, scheint es imponierend, dass im Laufe der letzten 8 Jahre ca. 30.000 norwegische Schüler eine Reise in die Vergangenheit, die sich für sie sehr weit weg anfühlen muss, angetreten haben.
Die Dokumentationen über den Zweiten Weltkrieg und speziell über Nationalsozialismus, scheinen so als sei nun fast alles vollbracht. Man kann sich vielleicht zu Recht fragen, warum die Erlebnisse der KZ-Gefangenen, jetzt 50 Jahre später so viel, als Gegenstand einer Art Propaganda, bedeuten. Ist dies denn nicht Geschichte, mit der wir abgeschlossen haben, ähnlich wie der Teil der Geschichte, von 1870- 1880, dokumentiert und niedergelegt ist?
Das glauben wir nicht.
Krieg ist in seinem Wesen Brutalität; aber etwas ist besonders an diesem Krieg. Neben einem Eroberungskrieg, mit nationalen und ökonomischen Zielen, war es auch ein ideologischer Krieg. Nun ist das in und für sich nichts Neues, aber wir mit unserem humanistischen Auftrag und Ausbildung wurden buchstäblich überrumpelt. Verdrehte Ideen über Rassenreinheit und hochwertige und minderwertige Menschen, gab diesem Krieg seine Prägung. Uns wurde eine Ideologie vorgelegt, und die Geschichte hat bereits gezeigt, dass die schlimmsten Auswüchse auf religiösen und politischen Ideen beruhen. In ihren Schatten findet man Massengräber, Geiseltötungen und eingeführte Druckmittel als gängige Rechtspraktiken.
Das Überraschende war, dass dies in unserer eigenen Zeit geschah und seinen Ursprung im Herzen Europas, in einer entwickelten Kulturnation, stattfand. Wir wurden Zeugen einer unbekannten Bosheit, die im System festsaß, einer Staatsinstitution und damit eine rechtsgültige Grausamkeit war, die zu Konzentrations- und Ausrottungslagern führte.
Diese Bedingungen waren der wesentliche Hintergrund für den Aufstand, der gegen die deutsche Besatzungsmacht geführt wurde, ein Aufstand der für manche zur Gefangenschaft führte. Hinter diesem Hintergrund ist es vielleicht verständlich, dass sich ein missionarischer Eifer auftat, der in dem Slogan – NIE WIEDER – zum Ausdruck gebracht wurde. Mehr verständlich ist es vielleicht auch, weil es scheint, dass es sich in verschiedenen Teilen der Welt wiederholt. Also sind die Erfahrungen, die wir damals machten, nicht nur Beispiele für die Vergangenheit, sondern akute Wirklichkeit.
Ist das etwas, das uns vorschreibt, dass wir es mit einem „Testament eines KZ-Häftlings“ versuchen sollen?
Haben wir etwas unserer Nachkommenschaft zu geben, und wenn das der Fall ist, auf welche Weise sollen wir es vermitteln?
Können wir ein Testament formulieren, das eine Bedeutung für unsere Nachkommen hat? Ist es nicht anmaßend anzunehmen, dass gerade unsere Kriegsveteranen mehr für die Nachwelt hinterlassen können als andere Kriegsveteranen? Und wenn es um KZ-Häftlinge geht, können wir uns heute so sicher darüber sein, dass das was wir nach 50 Jahren als richtig Betrachten weiterzugeben, wäre das gleiche, was unsere toten Kameraden, die die nicht heimkamen, wollten? Eins wissen wir auf jeden Fall, dass sie es gewollt hätten. Es gibt viele Berichte über Gefangene, die einander versprochen haben, dass die, die es schaffen rauszukommen, sich dazu verpflichten, zu erzählen. Er hätte sein Möglichstes zu tun, denen außerhalb des Stacheldrahtes das Unverständliche verständlich zu machen, denn es war wahr.
Als die Befreiung und die Freiheit zur Wirklichkeit wurden, hatten wir KZ-Häftlinge mit unserem Hintergrund, das Gefühl, dass wir eine spezielle Rolle in einem speziellen Drama spielten. Und so hat uns die Zeit danach gelehrt, dass wir vielleicht nur Statisten in einem Stück sind, das immer und immer wieder, auf den Bühnen der ganzen Welt gespielt wird. Sind wir vielleicht nur ein paar Erinnerungen, egozentrische Relikte aus einer Zeit, die jetzt nur noch Geschichte ist, mit all seinen Verallgemeinerungen und Schwerpunkten auf den wichtigsten Punkten? Die Geschichte muss für jede Generation umgeschrieben werden, heißt es. Besteht die Gefahr, dass unser Erfahrungsbeitrag ausdünnt und im Reinigungsprozess dieser Zeit verbleicht?
Nein, wir haben den Glauben, dass die reichhaltigen Berichte der Gefangenen und nicht weniger Kristian Ottosens hervorragender Beitrag zu der Geschichte der Gefangenen, die generelle Geschichte mit neutralen Werten, ergänzen und mit Lebhaftigkeit bereichern können. Viele norwegische Gestapo-Gefangene haben im Laufe der Jahre als Redner, oft in Verbindung mit dem Lehrplan zum Zweiten Weltkrieg in Schulen, dazu beigetragen, die Geschichte der Konzentrationslager, für norwegische Jugendliche am Leben zu halten. Die Resonanz war sehr groß.
Bei den Treffen mit den Schulklassen war eine fast unumgängliche Frage: „Wie denken Sie über Deutsche heutzutage?“ Ich musste antworten, dass ein früherer KZ-Häftling, der im Laufe von 3 Jahren in seinem jungen Leben, nur mit Deutschen konfrontiert war, die den Nationalsozialismus in all seinen Nuancen praktiziert haben, er wird auch für den Rest seines Lebens Probleme mit der Unterscheidung zwischen Deutscher Mentalität und Nationalsozialismus haben. Natürlich weiß er mit seiner Vernunft, dass das nicht zusammen gebracht werden kann, aber tief in seinem Hinterkopf sitzt ein kleiner Rest von Skepsis. Er war Anti-Germanist, was nichts anderes als eine Art von Rassismus ist. Das zeigt, welche Folgen Gewalt und Missbrauch hat.
Natürlich haben wir Ausnahmen erlebt und recht bedacht, haben wir viele gute Signale in der Zeit bekommen, die seitdem passiert sind:
Etwas geschah, als Willy Brandt im Warschauer Ghetto niederkniete.
Etwas geschah, als Richard von Weizächer, der deutsche Bundespräsident
im Deutschen Bundestag, am 08. Mai 1985 z.B. sagte: „Aber die, die ihre Augen in der Vergangenheit geschlossen haben, bleiben in der Gegenwart blind. Die, die sich nicht an die Unmenschlichkeiten erinnern, sind anfällig für neue Infektionen.“ Weiter sagte er:
„Die Jugend ist nicht verantwortlich für das, was damals passiert ist; aber sie sind für die Geschichte verantwortlich, die sie daraus machen.“
Auch wirken einige junge Deutsche heute bei „Aktion Sühnezeichen“ mit. Die Arbeit umfasst unter anderem Tätigkeiten in norwegischen Pflegeheimen.
So erleben wir hier in Norwegen das Paradox, dass es eine Deutsche ist, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, die Erinnerungen ihrer eigenen Nation einer verzerrten Ideologie, in der norwegischen Jugend wach zu halten. Ihr Name ist Helga Arntzen aus Risør, Geschäftsführerin der Stiftung Weiße Busse nach Auschwitz, bis August 1998.
Die Idee, die hinter Weiße Busse nach Auschwitz liegt, ist genial, im Hinblick auf den Namen und den Inhalt. „Weiße Busse“ bedeutet retten, wie Kristian Ottosen in seinem großartigen Buch beschrieb. „Nach Auschwitz“ bedeutet die Bereitschaft zu Erfahrungen mit haltungsschaffenden Zwecken.
Helga Arntzen aus Risør und Weiße Busse nach Auschwitz sind Synonyme. Sie ist eine Tätige, die auf Ideen kommt, bei denen die Wege zu Handlungen kurz sind. Dies ist die Grundlage, für den Erfolg der Organisation, oder wie gesagt wurde:
„Das Beste was es in Norwegen im Kampf gegen Neonazismus gibt.“
Die Idee der Stiftung erscheint in den folgenden, fast testamentarischen Sätzen:
„Der Gegensatz zu Liebe ist nicht Hass; aber Gleichgültigkeit sagt Eli Wiesel.
Gleichgültigkeit ist ein Übel, das wir in Weiße Busse nach Auschwitz versuchen zu bekämpfen. Wir wollen die Augen von jungen Menschen öffnen, so dass sie sehen, was passiert, wenn sie nicht selbst Verantwortung übernehmen. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Wenn Jugendliche sehen, zu welchen Grausamkeiten rassistische und nicht-demokratische Bewegungen führen können, werden sie diese Haltungen in unserer Zeit leichter durchschauen können. Sie werden verstehen, dass Demokratie, Menschenrechte und Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. Das ist etwas, das wir alle aktiv verteidigen müssen. Derjenige, der die Geschichte vergisst, muss sie nochmal erleben.“
Als Zeitzeugen bekommen wir oft die folgende Frage gestellt: Was denkst du über Neonazismus?
Ich gehe davon aus, dass die Frage so gemeint ist, ob der Neonazismus eine Gefahr repräsentiert und in dem Fall wie diese bekämpft werden kann. So lange sich Neonazismus nur durch Lederjacken und Skinhead-Dummheit ausdrückt, kann es vielleicht ignoriert werden. Jedoch dort, wo mit absichtlicher Verfälschung der Geschichte gearbeitet wird, ist es viel gefährlicher Die Verfälschung geht sogar so weit, dass der Holocaust angeblich nicht stattgefunden hat. Die Neonazis wissen nämlich, dass der Holocaust eine Belastung für ihren Ruf darstellt. Aufklärung ist vorerst die beste Waffe;
Aber wir dürfen nicht vergessen, dass die deutsche Nation sehr aufgeklärt war und kulturell hoch entwickelt. Das half ihnen wenig. Der beste Schutz scheint der zu sein, dass man sich um Demokratie und eine Gewaltenteilung kümmert.
Verrückte dürfen nicht verantwortlich werden. Seine weitreichende Diskussion hat von Bjørn Egge den provokativen Titel von „Neonazismus zum Holocaust“ bekommen. Wenn dieses Bewusstsein am Leben erhalten wird, sollten wir sicher sein.
Aber zurück, zu einem möglichen Testament:
Wir haben Museen,
Wir haben Gefangenenberichte und Literatur über Gefangene,
Wir haben haufenweise Dokumentationen über den Holocaust,
Wir haben Monumente,
Ist das nicht genug?
Wir haben den Glauben, dass wir als Zeitzeugen, einen pädagogischen Beitrag leisten können, um hoffentlich unseren norwegischen Nachfahren mehr Wachsamkeit über die Gefahren totalitärer Systeme zu vermitteln. KZ-Gefangene haben engen Kontakt mit Nazis gehabt, die den Charakter des reinen Bösen hatten. Nationalsozialismus und das Böse sind deshalb Synonyme und deutsche Mentalität war auch in ihrer Eigenschaften vertreten.
Es gibt jedoch ein Aber.
Alle realistischen Beschreibungen und museologischen Dokumentationen, alle die von den Leiden in der Konfrontation mit dem Bösen berichten, alle Beschreibungen über das was geschehen war und die Schlussfolgerungen die wir für haltungsschaffende Arbeit ziehen können, haben alle noch keine vollständige Antwort über eine Frage geben können.
Warum konnte das geschehen, wie war das möglich?
Ist eine historische Beschreibung der Nationalsozialistischen Entwicklung eine adäquate Antwort und kann dies uns genug Wissen darüber vermitteln, um eine Wiederholung zu vermeiden? Wir sahen, was wir das getan haben. Wir waren am Ort des Geschehens. Haben wir so für alle Zeit der Zukunft das Problem des Bösen bewältigt?
Die bösen Reden der Nazis waren ein Zeichen von Krankheit, ein Symptom. Aber bevor man in der Lage ist eine Diagnose zu stellen kann man keine Hoffnung auf eine Therapie, die Heilung bietet, haben. Die Diagnose muss aufdecken, wie eine ganze Nation, alle Individuen sich stillschweigend und fast naiv unwissend zurück gelehnt haben.
Das Böse.
Wie ist es zu erklären, dass die Zivilbevölkerung und nach außen aufrichtige Personen, in einem außergewöhnlichen Grad vollkommen hörig waren, sodass sie Aufträge befolgten und in ihren Bauzeichner-Büros Pläne für den Bau von Gaskammern und effektiven Krematorien entwarfen oder Boxen mit Zyklon-B im Auftrag der SS verschickten?
Wie ist es zu erklären, dass nette Farmjungen, kleine Teufel waren, die ihre Befriedigung darin fanden, Gefangene zu quälen?
Das 20. Jahrhundert hat zwei Weltkriege erlebt. Beide hatten ihren Ursprung in Europa. Nach dem ersten Weltkrieg war das Schlagwort „Nie wieder Krieg“. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Schlagwort „Nie wieder“. Beide weisen auf den Krieg selbst hin und auf tiefer verankertere Bedingungen, die Kriegsunabhängig sind. Es hat sich gleichwohl gezeigt, dass Krieg oft ein auslösender Faktor in den oben genannten Exzessen ist. Die europäische Kriegsgeneration 1939 – 1945 erhielt das Gefühl der Nazi-Geisel. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass viele der bösen Reden, die den Nationalsozialismus auf mehrere Weisen kennzeichneten, in anderen Erscheinungsformen auftraten.
Nach dieser Zeit, die über uns vorbeizog, haben wir erkannt, dass die Wurzel des Bösen tiefer sitzt als in einer verdorbenen Ideologie oder einer Volksseele. Gleichwohl fühlen wir, dass Claudio Magris in seinem berühmten Buch „Donau“ hat, in dem er sagt: „Es gibt jedoch keinen Zweifel daran, dass der Nationalsozialismus ein Höhepunkt in der Geschichte des Bösen war, dass eine enge Verbindung zwischen sozialer Ordnung und Brutalität besteht.
Unter der Problemstellung des Bösen, haben wir den Begriff „Banalität des Bösen“ eingeführt. Damit ist gemeint, dass die ungeheuerlichsten bösen Äußerungen mit persönlicher Unbedeutsamkeit verknüpft werden können. Folglich schreibt Professor Hagtvedt:
„Eichmanns Persönlichkeit stand in keinem Verhältnis zu den Gräueltaten, bei denen er dabei war.“ Das war überhaupt keine gute Tat von ihm.
Das gleiche behauptete Terboven, „Sein normales Verhalten provozierte mehr seine bösen Eigenschaften.“
Diese Bürger und nach Außen respektable Typen, die Kinder liebten und Rosen pflegten, diese perfekten Funktionäre, deren oberstes Gebot es war zu gehorchen – sich nach vorne und oben verbeugten, scheinen die wirkliche Gefahr des Bösen gewesen zu sein. Da wir Zeugen dieser Banalisierung des Bösen sind, liegt es nahe zu fragen: Hätten auch wir unter den gegebenen Umständen genauso sein können?
Hierfür hat Jens Bjørneboe einen Lehrsatz formuliert:
„Jedes Mal, wenn wir uns einer Anordnung höherer Gewalt neigen – ohne selbst die Moral zu beurteilen – ist es Eichmann, der sich in uns verbeugt. Das hat uns der Nationalsozialismus gelehrt.“
Als Zeitzeugen sind wir immer dann eine Antwort schuldig, wenn sich die Frage in uns regt: „Wie war all diese Bosheit möglich?“
Ohne dass ich es weiß, gibt es bestimmt viele Studien über das Problem des Bösen. Vielleicht wurde es von mehreren Fachbereichen aufgegriffen, so wie der Soziologie, Philosophie, Psychologie und Psychiatrien. Es ist inzwischen klar, dass das Wissen aller um dieses Thema mangelhaft ist. Es scheint geradezu so, als ob es zwei Typen des Bösen gibt. Die logisch begründete oder rationale Bosheit und die irrationale.
Oft gibt es einen inneren Zusammenhang zwischen den beiden. So hingen Konzentrationslagerinstitutionen und das Holocaustphänomen direkt mit der irrationalen teuflischen Entfaltung, die stattfand zusammen. Hierdurch haben die KZ-Gefangenen eine Erfahrung gemacht, die sehr speziell für sie war. Sollte man daraus ein Testament entwerfen, müsste es auf das Problem des Bösen gebaut sein.
Ich glaube, dass Axel Middelthon, ein leidgeprüfter NN-Gefangener, zu einem frühen Zeitpunkt verstand, worum es eigentlich ging. Er sagte das folgende darüber:
- Wenn trotz aller historischen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen, totalitäre Systeme an Macht gewinnen und mit ihnen Ideen der Bosheit gefördert werden, muss das Ganze auf das Individuum zurückgeführt werden.
Man spricht von Nazismus Opfern. So waren es Opfer von Individuen. Individuen quälten, Individuen schlugen und traten, Individuen gaben Befehle und Individuen haben gehorcht. Es ist merkwürdig, dass diesem einfachen Sachverhalt nicht mehr Bedeutung zugewandt wird. Warum hat man nicht die Frage gestellt:
Wie kann man erreichen, dass Individuen sich von bösen Taten fernhalten?
Hätte man das getan, wäre die ganze Grundlage des KZ-Systems zusammengebrochen. Mehr generell sagte Middelthon 1946, in Verbindung mit dem Versuch den, Nationalsozialismus zu verstehen:
- Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass der Nationalsozialismus mit all seinem Wesen bekämpft werden muss, aber das ist eine zu wenig positive Aufgabe. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass eine psychologische und soziologische Recherche der vorliegenden Materiale – eine Untersuchung der Nazimentalität und der Formen, die entstanden sind und die Veränderungen, die sie erfahren haben – in gewissem Masse die Welt vor ähnlichen Vorfällen schützen kann. Die rein sachliche Ausformulierung muss von Psychologen vorgenommen werden. Es muss schon jetzt ein kleines Komitee beschlossen werden, das sich um diese Angelegenheit kümmern kann.
Es wurde eine Aufgabe formuliert: „Lässt sich mit psychologischer Hilfe die geistige Grundlage bekämpfen, die hinter Konzentrationslagern liegt?“ und Middelthon bekam die Aufgabe, damit zu arbeiten, aber so sagte er mit einem Seufzer:
„Es entwickelte sich langsam. Es gab nicht viel mehr darüber, als Schriften“
Es war vielleicht ein Problem zu früh, diese Idee zu haben, aber Middelthon hat auf etwas Wesentliches hingewiesen: Er brachte Psychologen ein und damit den menschlichen Geist. Die Einbeziehung des menschlichen Geistes wird immer mehr bedeutend.
Es ist menschlich zu glauben, dass das Gute und das Böse Seite an Seite in der Seele wohnen. Welche von ihnen in einer gegeben Situation zum Vorschein kommt, kann man im Voraus nicht beantworten, vor allem wenn wir indoktriniert werden. Ich zitiere ein paar Worte von Lars Bjørke,
der im Morgenblatt unter dem Titel „Nazis in uns allen“ schrieb:
- Hinter jeder Parole und hinter jedem verzerrten Gesicht findet man ein Massengrab, ungeachtet dessen, auf welcher Seite man gestanden hätte.
- Gedanken sind teilweise nicht klar genug, es ist das ganze was ausschlaggebend ist. Deshalb der Hass.
- Alle Bewegungen, alle Ideologien, alle Demonstrationszüge, jede Begeisterung, hat eine Andeutung von Hass in sich.
- Erst wenn man den Nazi in sich entdeckt, wird es Frieden auf der Welt geben.
Die Geschichte zeigt uns, dass alle Formen von Ideologien, Religionen inbegriffen, gefährlich werden können. Sie alle führen früher oder später zu Exzessen. Jedoch sind es Individuen, die als Vollstrecker agieren und verantwortlich sind.
Ich habe das Dritte Reich als einen kriminellen Staat betrachtet. Aber wie Middelthon sagte: Der Staat hat nicht gefoltert. Das waren in Wirklichkeit die einzelnen Mitwirkenden, die kriminell sind. Verfahren für Kriegsverbrecher zeigen, dass dies mit der üblichen Auslegung des Gesetzes übereinstimmt.
Es müsste deshalb wichtiger sein, den Nazi in uns selbst zu bekämpfen, als den Nationalsozialismus an sich. Jetzt ist es natürlich naiv zu glauben, dass man das Schlechte im Menschen abschaffen kann, aber es könnte eventuell helfen, mehr darüber zu wissen.
Seit unserer Zeit, als wir Opfer der Bosheit eines totalitären Systems wurden, wurde die Welt von Berichten über sich ausdrückende Bosheiten, in verschiedenen Erscheinungsformen, erschüttert.
In 1968 hörten wir von Massakern, die von amerikanischen Soldaten in der Stadt My Lai in Vietnam, vollzogen wurden. Die Mutter eines Soldaten sagte im Nachhinein: „Ich gab ihnen einen guten Jungen und sie machten aus ihm einen Mörder“. Es wird erzählt, dass „man Verfahren, Trainings und der militärischen Ausbildung Schuld zuweisen kann, aber letztendlich kann nichts davon die ganze Schuld dafür tragen, dass Männer sich in Unwesen verwandeln, die Frauen und Kinder töten“.
Mit anderen Worten, die Abwehrmechanismen des Einzelnen gegen die Aktivierung des Bösen sind gescheitert.
„Es wird nie enden“, sagt unser Bosheitszeuge des Jahrhunderts Eli Wiesel, wenn er vor Massakern und Völkermorden auf der ganzen Welt steht.
In der Sonntagsausgabe am 11. Oktober 1998, der Zeitung Aftenposten war eine Reportage mit dem Namen
„Das Böse – Philosophie des schwarzen Lochs“ zu finden. Die Worte sind auf die französische Philosophin Anne Christine Habbard zurück zu führen. Sie sagte das folgende:
- Niemand kann sich selbst sicher genug sein, um zu sagen, dass er oder sie in der gleichen Situation anders reagiert hätte. Deshalb ist es wichtig, Missbrauch zu verurteilen. Eine Handlung zu verurteilen ist nicht dasselbe, als zu sagen, ich hätte mich besser verhalten. Aber Wissen darüber, wie leicht es ist, Bosheiten auszuführen kann Widerstandskraft gegen die Bosheiten errichten.
Kann es noch deutlicher gesagt werden?
In Anbetracht der bevorstehenden Erwägungen wird ein Vorschlag eingereicht für:
- Testament der Konzentrationslagergefangenen –
Wenn die Freiheit der Menschen, an verschiedene politische, religiöse, kulturelle oder andere Formen von Einheitlichkeit, geknotet sind und diese Verknotungen in seinen äußersten Konsequenzen zu Missbrauch, direkte Verletzung der Menschenrechte, Sklavenarbeit, Folterungen, ethnischer Säuberung usw. führen, ist es eigentlich unwichtig, welche Etikette diese Maßnahmen tragen. In den allermeisten Fällen, führen diese Handlungen auf Ideen oder Ideologien zurück, die in Ihrem Grundbau verdreht sind und ohne Scheu das Böse in die Gunst nehmen.
In der Erkenntnis daraus, sehen wir es als unsere Aufgabe an, die Aufmerksamkeit der kommenden Generation auf Faktoren zu richten, die letztendlich zu dem, was wir als das Problem des Bösen bezeichnen, zugeordnet werden können. Wir wünschen uns, als eine Generation erinnert zu werden, der es gelungen war, mit ihrer eigenen schmerzhaften Erfahrung, auf ihre eigene spezielle Situation zu schauen. Wir haben den Glauben, dass eine permanente Institution, zum Beispiel ein jährliches Seminar, die Aufmerksamkeit auf die Gefahren lenken würde, die sowohl das Tiefste der Seele und Ideen, welche die Grundlage für die Lebensanschauung der Menschen bildet, bedrohen – und besonders dann. wenn diese Ideologien sich entwickeln. Die folgenden Themen sind Beispiele für ein solches Seminar, es gibt sicherlich noch viele andere:
Nationalismus (Chauvinismus)
Rassismus (ethnische Bereinigung – Holocaust)
Ideen und Ideale (Inquisition, Kreuzzüge, heilige Kriege)
Psychische Abweichungen (Sadismus)
Kadaver Disziplin (geistige Bevormundung)
Relevante Forschungsreporte aus Psychologie und Psychiatrie
In Verbindung mit diesen Vorschlägen, wurde eine Stiftung gegründet, die unseren Namen trägt.
Der Gewinn soll speziellen Forschungs- und Bewertungsarbeiten zu Gute kommen, die es sich zur Aufgabe machen, menschliche Haltungen, über Personen, die andere foltern, teuflische Peiniger und Gaskammer-Funktionäre, die in einem bestimmten ideologischen Namen handeln, zu erforschen. Dies beruht auf der Ansicht, dass es notwendig ist, volle Kenntnis über ein Phänomen haben zu müssen, bevor man es bekämpfen kann.
Dies kann ein lebendes Testament sein, das ernährt wird, damit es gedeiht und wächst und von einer Grundidee getragen wird.
Das Schicksal des Testaments steht und fällt dadurch, ob es eine lebende Organisation findet, die sich dazu verpflichtet, dies zu verwalten. Da Helga Arntzen durch die Etablierung und wachsende Arbeit von Aktive Fredsreiser, gesichert hat, dass Risør ein Zentrum für haltungsschaffende Arbeit ist, wo der Kampf gegen das Schlechte, einen großen Platz bekommen hat, freut es mich sehr, dass Aktive Fredsreiser die Verwaltung von dem Testament übernommen hat.
Tollef Larson.

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warum nach Norwegen 25 Begründung! :)

http://www.huffingtonpost.com/2014/01/07/norway-greatest-place-on-earth_n_4550413.html